Die Idee

Die Zeche General Blumenthal hat die Entwicklung und Geschichte der Stadt Recklinghausen über 110 Jahre lang mitgeprägt. Doch heute sind fast alle Spuren davon verschwunden. Bis auf den Förderturm am Schacht 7 sind alle Fördergerüste der Zeche Blumenthal abgerissen worden. Auch die ehemaligen Flächen und Gebäude sind größtenteils nicht mehr vorhanden. Blumenthal7 zeigt die einzig komplett erhaltene Zechenanlage in Recklinghausen. Sonst erinnert im Stadtbild nur wenig an diese nahe und so prägende Vergangenheit.

Schalthaus, Förderturm mit Schachtgebäude und das Maschinenhaus (v.l.)

Wir wollen die Zeche als Denkmal erhalten und gleichzeitig wieder einer sinvollen und zukunftsorientierten Nutzung zuführen. Kern unserer Vision ist eine offene Werkstatt und viel Raum für Kunst, Kultur, Musik, Vereine und Veranstaltungen. Schon bei der Restaurierung der Gebäude möchten wir im Geiste der Do-it-yourself-Bewegung selber Fertigkeiten und Kenntnisse erlangen, anwenden und weitervermitteln.

Die geplante Raumaufteilung

Der Gebäudegrundriss von Blumenthal7

Insgesamt umfasst die Anlage eine Fläche von 24.000 m², davon knapp 10.000 m² Wald. Herzstück des Projektes ist die ehemalige Waschkaue mit einer nutzbaren Fläche von rund 2.000 m². Diese teilt sich in zwei 9 m hohe Hallenschiffe (rot und blau markiert) sowie dem einstigen Duschentrakt (lila) auf.

Mehrzweckhalle (blau)

Eine der beiden ehemaligen Mannschaftskauen wird weitgehend unberührt bleiben und als Mehrzweckfläche für folgende Veranstaltungen nutzbar sein:
· temporäre Montagefläche für größere (Kunst-) Projekte
· Theater- und Kinoveranstaltungen
· Konzerte und Feiern
· Ausstellungen oder Events wie z. B. Liverollenspiele

Die einstige Schwarzkaue der Mannschaft – Raum für Konzerte und Veranstaltungen

Offene Bürgerwerkstatt (rot)

Die zweite Mannschaftskaue soll zu einer offenen und gemeinschaftlich genutzten Bürgerwerkstatt ausgebaut werden. Entlang der Seitenwände können Werkbänke und Maschinen für unterschiedliche handwerklich Tätigkeiten aufgestellt werden. In der Flächenmitte sind Arbeitsflächen für die verschiedenen Projekte vorgesehen.

Lagerflächen (lila)

Der Duschentrakt mit einer Fläche von ca. 200 m² ist zwischen der
Weiss- und der Schwarzkaue angeordnet Dieser Bereich ist fensterlos und eignet sich deshalb nicht als Aufenthaltsraum. Der Duschentrakt soll als Materiallager für die Werkstatt und für die Mehrzweckhalle genutzt werden. Die Nutzer können sich hier für ihre Projekte Regalplätze bzw. Stellflächen mieten.

Büroflächen und Coworking-Space (gelb)

Der Verwaltungstrakt und die Steigerbäder haben insgesamt knapp 440 m² Nutzfläche und befinden sich im östlichen Gebäudeflügel. Die Mehrzahl der Räume ist von der Größe und Aufteilung her mit normalen Büroräumen vergleichbar und soll auch in dieser Art wieder genutzt werden. Die übrige Fläche besteht aus innenliegenden Räumen ohne Fenster und ist für Funktionsflächen, z. B. Sanitärräume vorgesehen. Diese sollen außerdem von den gemeinnützigen Nutzern des B7.lab für Bildungsangebote genutzt werden. Die Steigerbäder werden zu einer offenen Bürolandschaft umgebaut. Hierbei werden der ursprüngliche Grundriss und die Einbauten nicht vollständig erhalten, jedoch weiterhin ablesbar bleiben. Dazu werden die Trennwände und Einbauten partiell entfernt oder in die neue Nutzung einbezogen.

Die einstigen Beamtenbäder – zukünftig als Büro genutzt